Gedichte
Ruhelos wandere ich durch die Welt,
Kein Frieden, kein Ziel. Nichts, was mich an einem Ort hält.
Die Natur, die Menschen, der Raum und die Zeit.
Alles ist eins mit mir, doch quält mich Einsamkeit.
Seit Ewigkeiten irre ich umher.
Sah Kriege und Frieden, sah Freude und Leid.
Doch alles kehrt wieder im Laufe der Zeit.
Ich war noch jung, vor vielen Jahren,
als man mich aus dem Leben riß,
wahr ich noch nicht bereit.
Der Tod, er sollte mir erst später widerfahren.
Ich löste mich von meinem Körper,
durch eine Schicht aus Eis
sah ich auf mich herab. So blaß und kalt
schwamm ich dort, in meinem nassen Grab.
Viele Stunden verbrachte ich an diesem kalten Ort.
Meine Trauer lähmte mich, sie ließ mich nicht fort.
Die weiten hohen Berge strahlten im Morgenlicht.
Ich folgte meinen Mördern, doch ich fand sie nicht.
Seitdem wand're ich arme Seele ruhelos durch die Welt.
Kein Frieden, kein Ziel, nichts was mich hier hält.
Gefangen bin ich hier, gefangen f�r die Ewigkeit.
Es quält mich meine Trauer, es qu�lt mich Einsamkeit...
� Andy Steinhauf 2002