Eine Konica Revio KD-3300 Digitalkamera unter Linux benutzen
Diese Kamera hat eine Auflösung von 3,1 Megapixel und wird mit 16 MB internem Speicher ausgeliefert. Sie verfügt über einen USB-Anschluss.
Nach dem Anstecken der Kamera mit dem mitgelieferten USB-Kabel muss die Kamera nur noch im Wiedergabemodus eingeschaltet werden. Sie meldet sich als Laufwerk am System an. Ist eine SD-Karte eingelegt, ist diese auslesbar. Der interne Speicher kann nach entfernen der SD-Karte ausgelesen werden. (Achtung: Kamera erst vom Rechner abziehen !). Die Kamera wird über die SCSI-Emulation von Linux angesprochen. Das Mounten sollte bei aktuellen Distributionen automatisch erfolgen.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss man sie manuell mounten. In meinem Fall ist die Kamera das zweite SCSI-Gerät. Also wird der interne Speicher über /dev/sdb angesprochen, die SD-Karte über /dev/sdb1. Je nachdem, wieviel SCSI-Geräte Sie angeschlossen haben, kann der Gerätename variieren. Das Mounten geschieht als root mit dem folgenden Befehl:
mount /dev/sdb /mnt/camera ro -t vfat (Interner Speicher)
mount /dev/sdb1 /mnt/camera ro -t vfat (SD-Karte)
Nun kann mit jedem Dateimanager / Grafikprogramm lesend auf die Fotos zugegriffen werden. Das Verzeichnis /mnt/camera muss natürlich existieren, es kann aber auch ein anderes (leeres) Verzeichnis gewählt werden. Damit auch ein normaler Nutzer die Kamera mounten kann, ist noch ein Eintrag in der Datei /etc/fstab notwendig. Öffnen Sie als root die Datei mit einem Texteditor Ihrer Wahl. Fügen Sie dort am Ende der Datei folgende Zeilen ein:
/dev/sdb /mnt/camera vfat ro,noauto,user 0 0
/dev/sdb1 /mnt/camera vfat ro,noauto,user 0 0
Die letzte Zeile muss mit einem ENTER abgeschlossen werden. Ich rate Ihnen sehr vorsichtig vorzugehen, da bei einer Zerstörung der fstab ggf. wichtige Systempartitionen beim Start nicht mehr gemountet werden können. Die Gerätedatei und das Zielverzeichnis müssen Sie ggf. an Ihre Bedürfnisse anpassen. Die Option ro sorgt dafür, dass das Speichermedium der Kamera nur ausgelesen werden kann.
Bevor die Kamera wieder vom Rechner getrennt wird, MUSS sie natürlich noch aus dem Dateibaum entfernt werden. Dies geschieht mit umount /dev/sdb oder umount /dev/sdb1. Man kann natürlich auch ein Symbol zu den beiden Laufwerken auf dem Desktop seiner Wahl ablegen.
