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Eine Jenoptik JD2100f Digitalkamera unter Linux benutzen


Diese Kamera hat eine Auflösung von 2,1 Megapixel und wird mit 2 MB internem Speicher sowie einer 8 MB Compact-Flash Karte ausgeliefert. Sie verfügt über einen USB-Anschluss. Da es sich um eine sehr günstige Kamera handelt, ist es umsomehr erfreulich, dass sie ohne Probleme unter Linux benutzbar ist. Ich benutze SuSE Linux 7.3.

Nach dem Anstecken der Kamera mit dem mitgelieferten USB-Kabel wird die Kamera sofort richtig erkannt. Sie meldet sich als Laufwerk am System an. Ist die CF-Karte eingelegt, ist diese auslesbar. Der interne Speicher kann nach entfernen der CF-Karte ausgelesen werden. (Achtung: Kamera erst vom Rechner abziehen !). Die Kamera wird über die SCSI-Emulation von Linux angesprochen. Sie muss also wie jedes Laufwerk gemountet werden. In meinem Fall ist die Kamera das erste und einzige SCSI-Gerät. Also wird der interne Speicher über /dev/sda angesprochen, die Compact-Flash Karte über /dev/sda1. Je nachdem, wieviel SCSI-Geräte Sie angeschlossen haben, kann der Gerätename variieren. Das Mounten geschieht als root mit dem folgenden Befehl:

mount /dev/sda /mnt/camera ro -t vfat (Interner Speicher)
mount /dev/sda1 /mnt/camera ro -t vfat (CF-Karte)

Nun kann mit jedem Dateimanager / Grafikprogramm lesend auf die Fotos zugegriffen werden. Das Verzeichnis /mnt/camera muss natürlich existieren, es kann aber auch ein anderes (leeres) Verzeichnis gewählt werden. Damit auch ein normaler Nutzer die Kamera mounten kann, ist noch ein Eintrag in der Datei /etc/fstab notwendig. Öffnen Sie als root die Datei mit einem Texteditor Ihrer Wahl. Fügen Sie dort am Ende der Datei folgende Zeilen ein:

/dev/sda /mnt/camera vfat ro,noauto,user 0 0
/dev/sda1 /mnt/camera vfat ro,noauto,user 0 0

Die letzte Zeile muss mit einem ENTER abgeschlossen werden. Ich rate Ihnen sehr vorsichtig vorzugehen, da bei einer Zerstörung der fstab ggf. wichtige Systempartitionen beim Start nicht mehr gemountet werden können. Die Gerätedatei und das Zielverzeichnis müssen Sie ggf. an Ihre Bedürfnisse anpassen. Die Option ro sorgt dafür, dass das Speichermedium der Kamera nur ausgelesen werden kann. Laut Hersteller kann es beim Versuch, Dateien auf das Speichermedium der Kamera zu schreiben, zu Funktionsstörungenkommen.

Bevor die Kamera wieder vom Rechner getrennt wird, MUSS sie natürlich noch aus dem Dateibaum entfernt werden. Dies geschieht mit umount /dev/sda oder umount /dev/sda1. Man kann natürlich auch ein Symbol zu den beiden Laufwerken auf dem Desktop seiner Wahl ablegen.


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